Ihre juristische Chance auf Erfolg

Die Entscheidung Ihres BAföG-Amtes ist gefallen und Sie gefällt Ihnen nicht. Hier erfahren Sie, welche rechtlichen Möglichkeiten Ihnen jetzt offen stehen.
Der formale Verwaltungsrechtsweg beginnt,

  • wenn das Gespräch mit den für Ihren Antrag verantwortlichen Behördenmitarbeitern tatsächlich an einem Endpunkt angelangt ist oder
  • wenn Ihnen eine schriftliche Entscheidung („BAföG-Bescheid“) vorliegt, die das Ergebnis einer vorangegangenen Prüfung Ihres BAföG-Anspruchs widerspiegelt.

Erste Stufe: Der BAföG-Bescheid bzw. der Verwaltungsakt

Bei diesem Bescheid handelt es sich um einen Verwaltungsakt. Sie erfahren im Rahmen dieses Bescheides, ob Ihnen grundsätzlich ein Anspruch auf Förderung zusteht oder in welcher Höhe Sie die staatliche Förderung erhalten werden.

Zweite Stufe: Der Widerspruch gegen den Verwaltungsakt

Gegen diesen Verwaltungsakt können Sie sich innerhalb einer Frist von einem Monat mit einem „Widerspruch“ zur Wehr setzen. Dasselbe gilt, wenn Sie gegen einen Bescheid vorgehen möchten, der die Rückforderung von finanziellen Leistungen zum Gegenstand hat, die Ihnen in der Vergangenheit gewährt wurden. Auch dann ist innerhalb der Monatsfrist das Rechtsmittel des Widerspruchs der richtige Weg.

Dritte Stufe: Der Widerspruchsbescheid

Im Rahmen des Widerspruchsverfahrens überprüft das BAföG-Amt seine eigene Entscheidung. Kommt das BAföG-Amt dann zu dem Ergebnis, die bisherige, für Sie ungünstige, Entscheidung nicht abzuändern, erlässt es mit einer umfassenden Begründung einen Widerspruchsbescheid. Erst nach diesem Widerspruchsbescheid steht Ihnen der Weg zum Verwaltungsgericht offen.

Achtung: Hier ist eine Klagefrist von einem Monat zu beachten.

Hinweis: Juristisch Interessierte finden vertiefende Ausführungen hier.