Ihre Fragen zu Wohngeld als BAföG Empfänger

Wenn Sie bereits eine Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz erhalten, ist im Regelfall ein zusätzliches Wohngeld nicht vom Gesetzgeber vorgesehen. Nur in einigen Ausnahmefällen sind BAföG-Empfänger gleichzeitig berechtigt, Wohngeld zu erhalten.

Wohngeld sollten Sie beantragen:

  • wenn Ihre Förderung nach dem BAföG komplett als verzinsliches Bankdarlehen ausgezahlt wird, also die sonst übliche 50/50-Regelung nicht mehr gilt, s. hierzu „Rückzahlung“. Die 50/50-Regelung entfällt nach mehrfachem Fachrichtungswechsel oder wenn BAföG als Studienabschlusshilfe gezahlt wird;
  • wenn man gemeinsam mit anderen Familienmitgliedern, die dem Grunde nach nicht BAföG-berechtigt sind (also bspw. der Ehepartner bzw. eingetragener Lebenspartner oder vor allem Kinder) in einer Haushalts- und Wirtschaftsgemeinschaft lebt.

Bezuschussung für Wohnen bekommt also nur, wer seinen zuvor bestehenden Grundanspruch auf BAföG nicht mehr hat, bspw. bei Überschreiten der Förderungshöchstdauer, bei fehlenden Leistungen, bei wiederholtem Nichtbestehen oder mehrfachem Fachwechsel. In diesen Fällen stellen BAföG-Ämter in der Regel zum Nachweis für das Wohngeldamt einen negativen Bescheid aus. Sprechen Sie mit einem Berater bei Ihrem zuständigen BAföG-Amt, welche Unterlagen in Ihrem Fall für einen solchen Bescheid benötigt werden.